Ein Gespräch mit Allah

About

Ein kühler Novembermorgen ist eingebrochen. Draußen ist noch keine Menschenseele. Wenn man ganz still ist hört man, wie die Blätter durch den Wind, vom Baum den Boden hinunterrauschen. In der Wohnung herrscht stille es ist Fajrzeit (Frühgebet). Das einzige was man hören kann, ist das Flüstern einer jungen herangewachsenen Frau. In sich vertieft sitzt sie auf dem Gebetsteppich. Ihre beiden Handflächen zu ihrem Gesicht gerichtet, während sie eine Träne vergießt und leise flüstert, Oh mein Herr, wie perfekt deine Kreation ist. Kein Blatt fällt ohne, dass du es weißt und keine Träne vergießt ohne, dass du es siehst. Nur du kennst das innerste meines Herzen. Und nur du Kennst meine Wünsche. Du spürst meine Reue und siehst meine Gebete. Hoffnungsvoll wende ich mich dir zu, dass du mir gibst, für was mein Herz brennt. Meine tiefsten Wünsche und größten Träume vertraue ich dir an. All das leg ich in deine Hände und vertraue darauf was du mir gibst und was du mir nicht gibst. Denn nur du allein weisst, was am besten für mich ist. Und wenn du es mir nicht gibst, wahrlich, dann hast du besseres für mich. Ich bin dankbar für alles was ich besitze. Alhamdulillah. Du hast mich so reich gemacht. Reich an Glaube, reich an Danbkbarkeit, reich an Selbstliebe, reich an Familie und Liebe. Du hast mir wahrlich gezeigt, den wahren Wert dieses Lebens zu schätzen. Der wahre Wert für dich Leben zu dürfen, dich anbeten zu dürfen. Den wahren Wert eine Muslima zu sein. Jeden Tag wach ich auf dankbar mit der Frage, wie denn, ich darf heute wieder Muslima sein? Ich darf dich heute wieder anbeten? Ich darf heute wieder Dhikr machen und Bittgebete sprechen? Alhamdulillah. Zu oft denken wir nicht an diese Dinge. Wir vergessen, dass dies nicht selbstverständlich ist. Ya Allah you found me and you Guide me. Du hast mich auserwählt eine Muslima zu sein. Du hast mich stark gemacht. Du hast mir die Kraft gegeben, mich für dich zu bedecken. Dank dir hab ich gelernt mich selbst so zu lieben, wie du mich geschaffen hast. Es gab eine Zeit in der ich alles an mir ändern wollte. Ich schaute in den Spiegel, ich war unzufrieden mit mir selbst. Zu oft hab ich mich mit anderen verglichen. Menschen die hübscher, klüger und besser als ich waren, haben mich eingeschüchtert. Ich habe mich klein gefühlt, hab mir immer etwas zum vergleichen gesucht. Es gibt Menschen, die von außen so schön scheinen, so schön wie ein Pfirsich, doch wenn man von ihnen kostet merkt man wie verfault sie von innen sind. Alhamdulillah hältst du mich von dieser Sorte Mensch nun fern. Du hast mich mit Eigenschaften ausgestattet, die mich zu der Person machen, die ich jetzt bin. Du hast mir innere Ruhe geschenkt. Du hast mir Zufriedenheit gegeben. Du hast mir gezeigt, dass das Wahre Glück von keinem anderen abhängig ist als vor mir, denn ich hab mich entschieden, das Glück von dir zu beziehen und wahrlich, diejenigen, die sich für deinen Weg entschieden haben, zählen zu den Gewinnern. Seit dem ich das Tuch trage, fühle ich eine noch engere Verbundenheit zu dir, als je zuvor. Ich spüre, wie du mir jeden Tag den Rücken stärkst. Dank dem Tuch werde ich jeden Tag daran erinnert, für wen ich das mache. Du hast mich mit gewissen Ereignissen geprüft, doch nur um mir zu zeigen, dass du der einzige bist, der mich heilen kann. Egal wen du aus meinen Leben nimmst, ich vertraue dir. Sei es meine Familie oder Freunde, ich habe dir immer vertraut und werde es immer. Damit zeigst du mir nur, auf welche Menschen ich bauen kann und welche nur eine Ruine waren. Du hast mir Menschen genommen, von denen ich dachte ich könnte nicht ohne sie, doch hast mir soviel besseres geschenkt. Du hast all das schlechte entfernt und durch besseres ersetzt. Subhanallah. So viele schlechte Taten und trotzdem erhörst du meine Dua. Wenn ich dich bei mir habe und mein Glück von dir beziehe, kann mich keiner brechen. Keiner kann zerstören was ich durch dich aufgebaut habe. Wenn du etwas für uns bestimmt hast, wird keiner es schaffen, dazwischen zu funken. Zu oft vergessen wir alle, wie gesegnet wir doch sind, dass wir deinen Weg gehen DÜRFEN. Wenn wir das Gebet verrichten, dann nur weil du uns lässt. Wenn wir in die Moschee gehen, dann nur weil du das für uns möchtest. Wenn Freunde uns motivieren oder ermahnen, dann nur weil du es so willst.
Das nächste Mal wenn ich kurz davor bin mich mit jemanden zu vergleichen, denke ich daran, dass ich die wahre Gewinnerin bin. Ich habe ein reines Herz, welches auserwählt wurde deiner zu Gedenken. Wir alle sollten das nächste Mal daran denken. Oh Allah, gib mir Kraft für diesen Tag, in Shaa Allah wird diese Nachricht soviele Schwestern erreichen, die an den wahren Wert unseres Lebens erinnert werden. Mögest du uns allen das Paradies gewähren. Amin.

1 Monat bedeckt – meine ersten Erfahrungen mit dem Kopftuch

About

Heute auf den Tag genau trage ich seit einem Monat ein Kopftuch. Seitdem ich diese Entscheidung getroffen und umgesetzt habe ist vieles passiert. Doch bevor ich zu dem allem komme, möchte ich ganz von vorne beginnen.

Ein Kopftuch – warum ? Wie kam es so plötzlich dazu? Viele Follower, die mich schon länger auf Instagram verfolgen und regelmäßig meine Blogs lesen, wussten, dass es bald dazu kommen würde. Doch nicht alle lesen meinen Blog und für viele war es aus diesem Grund ein Schock. Ich hatte den Wunsch mich zu bedecken schon lange und immer habe ich es hinausgezögert. Ich habe immer nach einem Anlass oder Grund dafür gesucht. Meine allerletzte Deadline hab ich mir letztes Jahr gesetzt und gesagt spätestens wenn ich umziehe. Seitdem haben mich viele Faktoren beeinflusst. Mal war ich davon überzeugt es diesen Herbst zu wagen und mal nicht. Diese Faktoren waren zum einen Freunde und die Familie. Immer wieder hab ich mir die Frage gestellt ob ich jemanden verlieren würde, wie sie zu mir stehen und was sie über mich denken würden. Ein großer Fehler. Zu behaupten dass es alle für gutheißen würden und du niemanden verlieren wirst, wäre gelogen. Das kann man aber nicht alleine auf den Hijab schieben. Es ist ganz normal, dass man sich auseinander lebt wenn sich die Interessen in 2 verschiedene Richtungen entwickeln. Dafür lernt man neue Leute kennen, die dich für das lieben was du bist und was noch besser ist die Bindung mit den Leuten die bei dir geblieben sind und dich unterstützt haben wird umso besser. Es hört sich so doof an wenn man sagt `trotzdem bei dir geblieben`du hast ja niemanden hintergangen oder sonstiges sondern kleidest dich lediglich anders. Ich bin froh, dass die meisten aus meinem Umfeld das genau so sehen. Ich war also gerade dabei meine letzte Arbeitswoche zu verbringen bevor für mich ein neuer Lebensabschnitt beginnt. In dieser Woche habe ich mich sehr vielen Gedanken beschäftigt. Mein Plan war es ursprünglich, das Kopftuch erst anzuziehen, wenn wir in Innsbruck sind. Dann wär es also erst letzte Woche gewesen. Das wäre die leichte Option gewesen, abzuhauen in die Stadt in der mich keiner kennt und mich dann zu ändern. Für diejenigen die nicht aus meiner Gegend kommen, ich lebe in einem Kaff in dem sich ein Gerücht schneller als ein Lauffeuer verbreitet. Mein Ziel war es nie, dass man über mich redet. Allgemein wollte ich keine große Sache daraus machen. Vielmehr hatte ich Angst zum Gespött zu werden oder sonstiges. Doch dieses Jahr hat sich soviel bei mir verändert – zum positiven. Ich habe gelernt mich selbst so sehr zu lieben, dass es mir ganz gleichgültig ist was andere über mich denken oder reden würden. Wenn man etwas so sehr möchte, dass man jeden Tag daran denken muss, sollte man es tun. Ich lebe nicht für irgendwelche Bekannte die ich irgendwann mal kennen gelernt habe, noch lebe ich für meine Freunde. Ich lebe auch nicht für meine Eltern. Ich lebe mein Leben für mich und gestalte es so, wie ich es möchte. Irgendwann lernst du, dass alles vergänglich ist. Lebe nicht für die Dinge oder Personen die Temporär sind. Alles findet eines Tages sein Ende und dann musst du dich fragen hab ich mein Leben so gelebt wie ich es wollte, oder wollte ich ständig nur anderen gefallen oder andere glücklich machen? Hab ich gelebt oder Erwartungen erfüllt? Egal wie du dein Leben gestalten möchtest, denke in erster Linie immer an dich und frag dich ob das das Leben ist was du dir vorstellst. Ja ich weiss, ich habe NUR meinen Kleidungsstil geändert, doch für mich steckt da viel mehr dahinter. Ich habe riskiert Menschen und Dinge zu verlieren und aufzugeben. Ich habe eine große Entscheidung getroffen, seitdem ich ein Kopftuch trage hat sich vieles verändert. Plötzlich werden gewisse Dinge von dir erwartet damit du in die Box passt in der wir von der Gesellschaft gesteckt werden wenn man ein Kopftuch trägt. Wenn ich sage ich lebe mein Leben so wie ich es möchte, meine ich nicht nur das ich Kopftuch trage, sondern auch wie ich mich benehme, was ich mache, wo ich hingehe, mit wem ich mich treffe. Ich habe mich in dieser Hinsicht verändert, aber bin dennoch die Jenni wie man mich kennt mit all meinen Macken und Eigenschaften. In meinem Charakter hab ich mich nicht verändert. Meine Ziele sind immer noch dieselben, ich lache laut, ich poste immer noch Bilder auf Instagram, ich gehe immer noch raus wann ich möchte und mit wem ich möchte, ich sage immer noch meine Meinung und hab immer noch dasselbe Herz, welches niemanden für seinen Lebensstil verurteilt. Ich bin immer noch weltoffen und liebe alle so wie sie sind, so wie ich es mir auch vom Rest der Welt erwarte.

Veränderungen durch das Umfeld

Anfangs war ich sehr verängstigt darüber wie sich das Umfeld verändern würde. Würde man mich angaffen oder gar beschimpfen ? Die ersten Tage ging ich ehrlich gesagt nicht alleine aus dem Haus ich war sehr unsicher und hatte Angst wie die Leute auf mich reagieren würden. Doch ich wusste, ewig kann ich das nicht hinauszögern. Ich hab mich dann in kleinen Schritten nach vorne getastet, zuerst immer mit Begleitung raus, dass ich mich Sicher und Selbstbewusst fühle, quasi jemand dabei haben, der mir den Rücken stärkt z. B. Mein Mann, Freundin und meine Schwester. Doch ganz schnell stellte sich raus das meine Angst ganz unbegründet war. Ich habe mich schnell sehr wohl gefühlt. Ich hätte niemals gedacht, dass ich das nach einem Monat behaupten kann, aber ich kann es mir ohne mein Kopftuch garnicht mehr vorstellen. Es wäre sehr komisch, wenn ich jetzt wieder ohne rausgehen würde. Ich habe mich sehr schnell an die Blicke gewöhnt. Es sind nicht mehr die Blicke wie man mich früher angesehen hat. Es sind neugierige Blicke – Menschen versuchen mich in eine Box zu stecken und mir ein Label zu geben, doch wissen oft nicht wohin mit mir. Ich finde es eigentlich ziemlich amüsant. Am witzigsten ist es, wenn ich mich mit den Leuten unterhalten muss, sei es im Supermarkt oder bei der Post. Wie schockiert man mich ansieht wenn sie meinen Namen auf dem Pass lesen oder bemerken das mein deutsch eigentlich ziemlich gut ist. Sorry für die Aussage aber ich wurde tatsächlich darauf angesprochen wie gut deutsch ich doch kann – ich dann nur so ja mag daran liegen dass ich Österreicherin bin aber was sagt ein Kopftuch über deine Sprache aus ?

Gerade heute war ich mit meinem Mann bei einem Elektrofachmarkt, um etwas umzutauschen & da wurde der Name gefordert als mein Mann also Mübincan in den Bildschirm eingab wurden wir von dem Verkäufer gefragt ob es sich bei dem Name um mich handle😂 Nein ich heiße nicht Mübin 😑

Eine richtig negative Erfahrung hab ich bis dato noch nicht gemacht. Klar gibt es welche die mich verbittert ansehen, aber dann schau ich eben zurück oder versuche zu lachen.

Was mir noch aufgefallen ist, ist das die Blicke von meiner Kleidung abhängig sind. Ich bin noch nicht richtig bei mir angekommen und versuche verschiedene Stile auszuprobieren. Muss gerade die Kleidung in der ich mich am wohlsten fühle, am meisten Aufmerksamkeit auf mich ziehen? Also es macht schon einen Unterschied wenn ich eine Hose und was langes drüber anhabe oder ein langes Kleid und ein XL Kopftuch. Würd mich interessieren was sich die Leute dabei denken. Fühlen sie sich unwohler wenn jemand in ihrer Gegenwart bedeckter ist? Ich weiss es nicht, weiss nur dass mir das aufgefallen ist.

Eine gute Freundin von mir hat mir bereits gesagt, dass sie gar nicht mehr genau weiss wie ich ohne Kopftuch aussehe freu mich schon auf ihren Besuch, damit sie ihre Erinnerung auffrischen kann 😛 also wie ich auch haben sich die meisten schon ziemlich gut daran gewöhnt. Ich denke dennoch, dass die größten Herausforderungen noch auf mich warten. Ich hab noch einen weiten Weg vor mir. Ich bin erst am Anfang. Ich möchte euch an meinem Leben teilhaben lassen und mit euch die höhen und Tiefen teilen in der Hoffnung, dass ich so vielen wie möglich auf ihrem eigenen Weg helfen kann. Ich brauche keine große Reichweite – den wenigen den ich bis jetzt helfen konnte, haben mich und mein Leben bereichert. Wir können uns allen gegenseitig helfen und uns Supporten, eine Besonderheit am Islam – er verbindet ❥

‚Es geht noch besser.‘ Ein Schritt Richtung Bedeckung.

About

In letzter Zeit kommt es öfter vor, dass Mädchen mich auf Instagram anschreiben und mich fragen wie ich es schaffe mich ‚bedeckt‘ zu zeigen bzw. zu kleiden. Anfangs war ich etwas verwundert, da ich mich selbst nicht als richtig bedeckt betrachte. Ich trage ja nicht mal ein Kopftuch, hab ich mir in diesen Momenten gedacht. Doch als mich diese Nachrichten immer öfter erreichten habe ich mich gefragt was da dran sein kann. Immer mehr vereinzelte Mädchen schreiben, dass sie es toll finden wie ich mich kleide, speziell wenn man am Anfangsstadium ist. Irgendwie hat mich das total berührt. Ich bemerkte langsam, dass sich zu viele Mädchen unterdrückt gesetzt fühlen wenn sie zum Islam kommen. Sie bekommen von Schwestern und sogenannten Instahoca zu hören, sie müssen sich bedecken, sie müssen Hijab tragen sonst sind sie nichts wert. Ihr lasst es zu, dass sich eure Schwestern wegen euren Beiträgen und euren Wörtern schlecht fühlen. Anstatt wir uns gegenseitig motivieren wird alles und jeder schlecht gemacht.

Ich freu mich natürlich immer wenn mir eine Schwester auf Instagram schreibt & ich sie auf dem richtigen Weg dazu motivieren kann ohne Druck oder sonstiges. Ich sehe erst jetzt richtig wie viele Mädchen es gibt, die sich im gleichen Stadium wie ich befinden. Oder wie ich mich damals befunden habe. Vielleicht hat eine Schwester ohne Bedeckung mehr Iman (Glaube) wie eine Schwester mit Verschleierung. Wir haben kein Recht andere zu verurteilen, wie sie sich kleiden erst recht nicht wenn wir nicht wissen wie sie sich damit fühlen. Es ist nicht einfach für eine konvertierte genauso wenig wie für eine gebürtige Muslimin, sich in jungem Alter, in unserer Gesellschaft mit dem Thema Hijab auseinanderzusetzen. Ich habe mir bestimmt schon 100 Pro und contra listen dazu gemacht und von meinen Freundinnen und meinen Nachrichten weiss ich, dass ich nicht alleine war/ bin mit dem Problem. Man will es unbedingt, aber die Angst davor ist groß. Wir kämpfen jeden Tag alle damit & dann hilft es uns nicht von Schwestern und Brüdern zu erfahren, was richtig und falsch ist. Das wissen wir. Ich weiss es, eine hijabi bloggerin weiss es, wir alle wissen es, dass es immer besser geht und noch bedeckter geht, da brauchen wir niemanden der uns sagt wie schlecht man ist wenn man sich nicht richtig bedeckt. Es hilft einfach niemanden. Ich kann zum Glück mit stolz sagen, dass ich auf meinem eigenem besten Weg bin und stolz auf mich bin, dass ich es so weit geschafft habe und solche Beiträge gar nicht an mich ran lasse oder lese. Doch wieviele junge Mädchen sind da draußen, die nicht stark genug sind, die in Loch fallen, weil sie Denken sie sind zu schlecht für den Islam und sich dann komplett abwenden.. Ich bin schon stolz auf mich wenn ich nichts kurzärmliges mehr Trage und manche sind stolz auf sich wenn sie von Hosen auf Röcke umgestiegen sind. Jeder hat sein eigenes Tempo und da sollten wir ansetzen und uns gegenseitig motivieren. Anstatt eure Schwestern fertig zu machen, gebt ihnen Tipps wie sie es umsetzen können. Ermutigt sie gibt ihnen Kraft, denn die können sie brauchen.

Ich sehe mich selbst absolut nicht in der Position jemandem Tipps zu geben, denn wie schon gesagt es geht immer noch besser. Aber ich möchte meinen Schwestern helfen, besonders denjenigen die mich so lieb angeschrieben haben. Ihr seid toll und möge Allah euch für euren Mut belohnen. Er kann sehen, dass ihr euch Mühe gibt✨.

Meine persönlichen Tipps:

fang langsam an. Schritt für Schritt zu deinem Ziel. Und lass dein Ziel nicht von anderen bestimmen. Du bestimmst was dein Ziel ist. Mein persönlicher Tipp, wenn du kurze Hosen etc. trägst, versuch aufzuhören es auf Insta zu posten. Präsentiere dich so wie du gesehen werden möchtest. Auch wenn du trotzdem noch Hotpants oder Bikini trägst, poste es nicht mehr. Denn im Netz können es mehr Leute sehen wie wenn du mit kurzen Sachen kurz einkaufen gehst oder so. Hört sich vielleicht doof an aber so hab ich angefangen. Du weisst nie wer auf dein Profil kommt und was mit deinen Bildern angestellt wird. Das kann am Anfang hart sein, ich weiss es selbst. Man will zeigen das man schön ist etc. Man ist geblendet und denkt man braucht die Aufmerksamkeit von außen. Doch wenn du ein Selfie postest vielleicht auch noch ungeschminkt und du da drauf Kommentare und Komplimente erhältst, ist es doch viel schöner und ehrlicher als ein Kompliment auf deine Nackte Haut. Probier es aus 🌸

Mach eine Pro liste. Also eine Pro contra liste nur ohne das Contra😏. Zähl für dich auf was es für dich für eine Bedeutung es hat dich zu bedecken. Ist es für Allah oder steckt doch mehr dahinter? Anfangs stand auf meiner Liste ‚nur‘: keine Sünden, für Allah. Doch mittlerweile steht da viel mehr wie z.b Schutz, ich entscheide wer was sehen darf, ich bin mein eigener Herr über mein Körper, Freiheit, Minimalismus, kein Konsumopfer uvm als kleine inspo. Ich weiss Allah sollte als Grund reichen, doch je mehr positive Motive desto besser und motivierender✨

Stress dich nicht. Wenn du dich noch nicht bereit dazu fühlst den ersten Schritt zu wagen, ist es ok. Fixiere dich umso mehr auf den Islam, mach viel Dua und bitte Allah dir zu helfen und es dir zu erleichtern. Halte an deinen Gebeten fest und erweitere dein wissen. Und du wirst sehen es wird dann auf einmal da sein, das Gefühl, welches dir sagt es ist so weit für den ersten Schritt. ✨

Was ist denn der erste Schritt ? Nun ja der erste Schritt kann für jeden etwas anders aussehen. Für die einen ist der erste Schritt weniger Make-up zu tragen, andere wiederum können noch nicht auf Make-up verzichten und beginnen deshalb von kurzarm auf langarm umzusteigen. Ich habe mich früher extrem stark geschminkt, ich trug kurze Klamotten und postete es auf Instagram. Schritt für Schritt hab ich mich nach vorn bewegt und bin stolz darauf. Seit einem Jahr trag ich zB nichts mehr, dass nicht über den Po geht. Ich bin auf Oversize umgestiegen und niemand hat es bemerkt. Am Anfang ist es den meisten konvertierten sehr wichtig dass die Familie kein Wind davon bekommt. Kann ich total nachvollziehen so war es bei mir auch. Zuerst waren es die langen Tshirts, dann lange Cardigan und Blazer. Ich versuchte es so geschickt wie möglich anzustellen. Ich kombinierte lange Röcke mit einer modernen bluse und lies das outfit unbemerkt auf andere wirken. Man kann es nicht für immer vor der Familie geheim halten irgendwann bekommen sie es mit, wenn du von Hosen auf Kleider umsteigst, aber diese Phase kann dir einen Zeitpuffer für die Anfangsphase verschaffen.

Kauf dir schöne Gebetskleidung die du auch in der Freizeit tragen würdest. Es ist wichtig dass du dich wohl und schön in deiner Kleidung fühlst. Wenn du dich für Allah und dein Gebet schön kleidest, wirst du irgendwann den Drang verspüren diese Kleidung auch draußen zu tragen ( so war es zumindest bei mir). Ich kaufe meine Kleider und allgemein Kleidung günstig bei bei Modanisa. Da hab ich die Sicherheit, dass die Kleidung kommt und Blickdicht usw ist. Aber ich habe auch schön günstige Abayas von Wish und Amazon bestellt. Diese Seiten eignen sich gut dafür wenn man nicht viel Geld zur Verfügung hat.

Das wars fürs erste mit meinen Tipps wenn mir noch mehr einfallen sollte teile ich es gern in einem neuen Eintrag wenn das Interesse besteht. Ansonsten wenn euch noch was einfällt an tipps für mich oder andere schreibt es gerne in die Kommentare oder hinterlasst mir eine Nachricht auf Instagram✨ Habt einen gesegneten Tag ihr lieben🌸

Ein inniger Text über meine Beziehung mit Allah

About

 

Ein intimer und ehrlicher Beitrag über meine Beziehung mit Gott.

Als ich zum Islam gefunden habe ist ein Licht in meinem Herzen aufgegangen. Ich war noch sehr jung. Verliebt in den Islam und all seinen Facetten. Doch die Beziehung zwischen mir und Gott war immer kompliziert. Mal fiel es mir leichter mich ihm zuzuwenden und mal schwerer. Ich hatte wie fast jeder einmal eine Phase in der das Licht kurz vorm ausgehen war. Als gewisse Dinge in meinem Leben passiert sind und ich in eine art Tief viel, habe ich mich selber verloren, und sah keine Gründe mehr mich ihm zu zuwenden. Ich fragte mich oft wieso lässt Allah es zu das mir sowas widerfährt. Ich war zu jung & vielleicht auch noch zu unwissend um das zu verstehen. Ich war traurig & wütend zugleich.

Immer weniger habe ich mich bei ihm gemeldet. Zu oft habe ich ihn versetzt für Freunde, Freizeit und sogar für die Langeweile. Nur wenn es mir schlecht ging, ich eine Prüfung oder eine Bitte hatte, sprach ich zu ihm. Lag meine Stirn zu Boden. Er war immer da, er hörte immer zu. Er hat mich nie versetzt, so wie ich ihn. Wenn man seine Freunde mehr als drei mal hintereinander versetzt werden sie mit großer Wahrscheinlichkeit sauer und wollen sich vielleicht nicht mehr mit dir treffen. Doch bei Allah ist es anders. Er ist immer da und nimmt dich auf. Das war mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst. Ich habe für meine Prüfung gebetet, doch als ich sie geschafft habe und glücklich war, vergaß ich ihn wieder für eine Zeit. Oft wollt ich mich melden doch meine Angst war zu gross, da ich ihn zu lange versetzt habe. Je länger ich nicht mit ihm sprach, ihn um Vergebung bat, desto größer wurde meine Angst. Ich habe es damals nicht verstanden, dass Allah die Vergebung liebt und immer da ist, egal wie groß deine Sünden sind und wie lange du nicht da warst. Doch mit den Jahren wird man älter und wie Gott es will, reifer und man findet seinen Weg. Ich habe meinen Weg gefunden alhamdulillah. Jeden Tag bat ich ihn mich rechtzuleiten, mich auf den richtigen Weg zu bringen, egal wie. Und heute kann ich es mir nicht vorstellen einen Tag nicht mit ihm zu sprechen, ihn nicht um Vergebung zu bitten, ihm nicht zu danken. Ich kann es mir nicht vorstellen meine Stirn nicht für ihn zu boden zu legen. Wenn keiner da ist, ist er es der mir zuhört mir meinen Kummer nimmt. Jedes mal wenn ich Qur‘an lese beruhigt sich meine Seele und löst sich von all meinen schlechten Gedanken. Wenn ich bete vergess ich für ein paar Minuten die Probleme in diesem Leben. Mein Licht ist wieder heller geworden. Wenn es mir schlecht geht bete ich, wenn es mir gut geht bete ich. Die Beziehung zwischen mir und Allah hat sich verbessert und wird immer besser alhamdulillah. Ich habe gelernt, dass auch ich nur ein Mensch mit Fehlern bin. Menschen sind da um Fehler zu machen. Menschen sind dafür da um nicht perfekt zu sein. Aber es ist unsere Entscheidung ob wir nach Perfektion streben möchten. Es liegt an uns welchen weg wir gehen. Allah prüfte mich, und alle anderen auf dieser Welt in sovielen Dingen. Wie wir damit umgehen ist das entscheidende und macht uns als Muslime aus.

Wenn wir Allah aufrichtig darum bitten uns rechtzuleiten, wird er uns rechtleiten.

Also wenn mich heute jemand fragt, wie kannst du so positiv sein was ist dein Geheimnis, habe ich eine ganz einfache Antwort: ‚ich bete.‘

Ps: ich möchte gerne in Zukunft mehr solche Texte schreiben. Wenn es dir gefallen hat, oder du Fragen hast, hinterlass mir doch ein Kommentar oder eine Nachricht auf Instagram.

 

(Nur) Ein Stück Tuch

About
Zurzeit bin ich öfter mit einem Kopftuch auf meinen Bildern zu sehen. Viele finden es schön, viele finden es nicht schön & viele sind verwirrt, da sie nicht wissen was ich jetzt vorhabe. Das ist auch gut so. Ich wär schockiert wenn alle es zu 100 Prozent gutheißen würden, was ich da mache. Ich habe mir gedacht ich gebe in einem Blogeintrag die Erklärung dazu ab, um Klarheit zu schaffen.

Ich habe es bereits des öfteren erwähnt, aber für alle die neu auf meinem Blog sind: Ich bin vor einigen Jahren zum Islam konvertiert und bin seit dem eine glückliche Muslimin. Seidtdem hat sich vieles in meinem Leben verändert & auch ich habe mich verändert. Meine Religion hat mir persönlich in meiner Entwicklungsphase geholfen. Ich kann mit Überzeugung sagen, dass ich sie so gut es geht auslebe. Niemand ist perfekt, so bin auch ich es nicht. Aber wir streben alle danach besser zu werden und uns zu verbessern.

Nicht nur der Islam sondern auch meine Freunde & Familie haben viel zu meiner Persönlichkeit beigetragen. Vor ein paar Monaten habe ich social Media für mich entdeckt. Und mit meinen Blogeinträgen und Posts auf Instagram lerne ich immer mehr zu mir zu stehen und mich nicht dafür zu schämen wer ich bin. Ich weiss, dass es dazu Meinungsverschiedenheiten gibt und das nicht von jedem gutgeheißen wird. Doch ich spreche hier von meinen persönlichen Erfahrungen und bitte darum es zu akzeptieren. Ich verlange nicht, dass es verstanden wird. Lediglich eine Akzeptanz für meinen eigenen Prozess erwarte ich mir.

Doch kommen wir jetzt zum eigentlichen Thema: das Tuch, dass seit kurzem auf meinem Feed auftaucht. Naja ganz überraschend kam es ja nicht, da viele bereits meinen Lifestyle kennen und wussten, dass dieser Tag kommen würde. Jedoch habe ich trotzdem viele Nachrichten dazu erhalten. Über die Nachrichten war ich sehr erfreut. Ich habe Nachrichten von Personen erhalten, von denen ich mir das niemals erwartet hätte und das hat mir eine große Freude bereitet. Viele haben verstanden was ich damit bezwecken will. Ich möchte mich darauf vorbereiten und möchte eine gewisse Normalität schaffen. Ich möchte mich und auch meine Mitmenschen darauf vorbereiten. In letzter Zeit spielt das Kopftuch eine große Rolle in meinem Leben. Ich trage den Wunsch es zu tragen schon eine lange Zeit in mir, es eines Tages tragen zu können.

Wie sehr ich es mir wünsche, wird durch ein Tagebucheintrag deutlich klar den ich vor einem Jahr geschrieben habe & den ich gerne jetzt teilen würde.

„Jeden Abend sehne ich mich danach frei zu sein. Frei sein hat für jeden eine andere Bedeutung. Doch für mich Bedeutet es das lieben zu dürfen, was ich will und das leben zu dürfen so wie ich es möchte & Mich so zu kleiden wie ich es will. Ja vielleicht kann ich all das auch, aber frei sein bedeutet, dass die Menschen dich so leben lassen wie du willst. D.h dich nicht verurteilen, kritisieren oder dich in eine Box stecken und ein Label drauf setzen.

Zurzeit guck ich mich im Spiegel an und ich fühle mich nicht wohl mit meinen engen und kurzen Klamotten. Ich will nicht dass man mich so sieht. Mir ist aufgefallen, egal wo ich bin Zug, Bus oder auf der Straße Blicke treffen mich. Verurteilende, neidische, kritisierende, neugierige & Notgeile Blicke. Alles Blicke die man auf sich zieht, wenn man draußen ist. Ganz gleich was man anhat muss ich hinzufügen.

Das Tiefste Geheimnis meines Herzen ist es Hijab zu tragen. Doch zu groß ist meine Angst mein Leben derart zu ändern. Niemand in meinem Umfeld wird es verstehen. Ich möchte nicht alleine gelassen werden von Freunden & Familie. Ya Allah ich vertraue dir und bitte dich mir zu helfen. Mach es mir einfach damit umgehen zu können. Gib mir die Kraft das durchzuziehen.“

Das habe ich vor einem Jahr in mein Buch geschrieben. Damals mit dem gewissen, dass das nie jemand erfahren wird. Doch was ist in dem Jahr passiert. Ich teile mein tiefstes Geheimnis auf meinem Blog. Jeder kann es lesen. Ich kann verurteilt werden, kritisiert werden, beleidigt werden oder ausgelacht werden. Doch das ist mir gleichgültig. Meine Gebete wurden erhört und ich kann zu mir stehen. Ich hatte Angst vor der Reaktion meiner Freunde, Allah hat mir die Menschen aus meinem Leben genommen, vor deren Reaktion ich mich gefürchtet habe. Die wahren Freunde sind bis heute bei mir geblieben alhamdulillah( Allah sei Dank). Er hat mir neue Freunde Geschenkt die mich so lieben wie ich bin, & er hat mir gezeigt, dass nicht alle negativ reagieren werden. Allah hat mir geholfen damit umzugehen zu mir zu stehen. Als ich vor ein paar Tagen auf diesen Tagebucheintrag gestoßen bin, kamen mir die Tränen. Ein Jahr ist es her & es war schon längst vergessen um was ich Allah gebeten habe. Ich habe alles als selbstverständlich gesehen. Als ich dann vor ein paar Tagen die Empfehlung bekam mir die Doku ‚The Secret‘ anzusehen, traf mich das so hart weil mir klar wurde, dass alles der Wahrheit entspricht. Ob wir jetzt an Gott glauben oder an das Schicksal oder Karma, was wir uns von tiefstem Herzen wünschen wird eintreten. Wir müssen nur oft genug darum bitten und nicht die Hoffnung verlieren. Ich kann wirklich jedem ans ❥ legen sich diese Doku reinzuziehen, Du wirst alles mit komplett anderen Augen sehen.

Nun zu der Frage die sich viele gestellt haben: Will ich das Kopftuch temporär tragen. – JA, ich möchte es tragen, doch nur Allah weiss wann der Tag kommen wird. Ich wünsche mir, dass es so schnell wie möglich passieren wird, jedoch muss ich einiges noch klären (Familie, Job etc.).

Was ist also das Kopftuch für mich? Viele Jahre war es eine Symbolik der Nachteile für mich, doch je mehr ich mich mit meiner Religion befasst habe und sie auch so gelebt habe, desto mehr hat sich meine Einstellung geändert. Ich bewundere jedes Mädchen und jede Frau, die sich entschlossen haben das Kopftuch zu tragen. Da ich meine Religion schon lange ohne Kopfbedeckung lebe, weiss ich nun, dass es kein Zeichen ist, ob jemand religiös ist. Man kann auch ohne Hijab religiös sein. Für mich ist es ein Zusatz in meinem Glauben. Das Kopftuch ist für mich ein Recht und keine Bürde. Manche sehen das Kopftuch als Unterdrückung der Frau. Doch ich sehe es als Freiheit, nich mehr als Sexualobjekt der Begierde betrachtet zu werden oder nach dem Aussehen oder meiner Körperform beurteilt zu werden, sondern nach meinem Geist und Verstand. Ich möchte befreit werden von der Notwendigkeit, unrealistische Stereotypen und Bildern zu entsprechen, die von Medien vorgegeben werden. Die Aura der Privatsphäre, die durch das Bedecken geschaffen wird, ist für mich ein Zeichen für den großen Wert, dass der Islam mir und anderen Frauen gibt.

Ich wünsche Jedem einzelnen von euch, das Glück zu finden welches er verdient & wünsche mir, dass es mehr Menschen von euch gibt. Ihr seid toll, ob ihr mich nun judged oder nicht, ich wünsche euch noch einen schönen Tag meine lieben.