Ein inniger Text über meine Beziehung mit Allah

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Ein intimer und ehrlicher Beitrag über meine Beziehung mit Gott.

Als ich zum Islam gefunden habe ist ein Licht in meinem Herzen aufgegangen. Ich war noch sehr jung. Verliebt in den Islam und all seinen Facetten. Doch die Beziehung zwischen mir und Gott war immer kompliziert. Mal fiel es mir leichter mich ihm zuzuwenden und mal schwerer. Ich hatte wie fast jeder einmal eine Phase in der das Licht kurz vorm ausgehen war. Als gewisse Dinge in meinem Leben passiert sind und ich in eine art Tief viel, habe ich mich selber verloren, und sah keine Gründe mehr mich ihm zu zuwenden. Ich fragte mich oft wieso lässt Allah es zu das mir sowas widerfährt. Ich war zu jung & vielleicht auch noch zu unwissend um das zu verstehen. Ich war traurig & wütend zugleich.

Immer weniger habe ich mich bei ihm gemeldet. Zu oft habe ich ihn versetzt für Freunde, Freizeit und sogar für die Langeweile. Nur wenn es mir schlecht ging, ich eine Prüfung oder eine Bitte hatte, sprach ich zu ihm. Lag meine Stirn zu Boden. Er war immer da, er hörte immer zu. Er hat mich nie versetzt, so wie ich ihn. Wenn man seine Freunde mehr als drei mal hintereinander versetzt werden sie mit großer Wahrscheinlichkeit sauer und wollen sich vielleicht nicht mehr mit dir treffen. Doch bei Allah ist es anders. Er ist immer da und nimmt dich auf. Das war mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst. Ich habe für meine Prüfung gebetet, doch als ich sie geschafft habe und glücklich war, vergaß ich ihn wieder für eine Zeit. Oft wollt ich mich melden doch meine Angst war zu gross, da ich ihn zu lange versetzt habe. Je länger ich nicht mit ihm sprach, ihn um Vergebung bat, desto größer wurde meine Angst. Ich habe es damals nicht verstanden, dass Allah die Vergebung liebt und immer da ist, egal wie groß deine Sünden sind und wie lange du nicht da warst. Doch mit den Jahren wird man älter und wie Gott es will, reifer und man findet seinen Weg. Ich habe meinen Weg gefunden alhamdulillah. Jeden Tag bat ich ihn mich rechtzuleiten, mich auf den richtigen Weg zu bringen, egal wie. Und heute kann ich es mir nicht vorstellen einen Tag nicht mit ihm zu sprechen, ihn nicht um Vergebung zu bitten, ihm nicht zu danken. Ich kann es mir nicht vorstellen meine Stirn nicht für ihn zu boden zu legen. Wenn keiner da ist, ist er es der mir zuhört mir meinen Kummer nimmt. Jedes mal wenn ich Qur‘an lese beruhigt sich meine Seele und löst sich von all meinen schlechten Gedanken. Wenn ich bete vergess ich für ein paar Minuten die Probleme in diesem Leben. Mein Licht ist wieder heller geworden. Wenn es mir schlecht geht bete ich, wenn es mir gut geht bete ich. Die Beziehung zwischen mir und Allah hat sich verbessert und wird immer besser alhamdulillah. Ich habe gelernt, dass auch ich nur ein Mensch mit Fehlern bin. Menschen sind da um Fehler zu machen. Menschen sind dafür da um nicht perfekt zu sein. Aber es ist unsere Entscheidung ob wir nach Perfektion streben möchten. Es liegt an uns welchen weg wir gehen. Allah prüfte mich, und alle anderen auf dieser Welt in sovielen Dingen. Wie wir damit umgehen ist das entscheidende und macht uns als Muslime aus.

Wenn wir Allah aufrichtig darum bitten uns rechtzuleiten, wird er uns rechtleiten.

Also wenn mich heute jemand fragt, wie kannst du so positiv sein was ist dein Geheimnis, habe ich eine ganz einfache Antwort: ‚ich bete.‘

Ps: ich möchte gerne in Zukunft mehr solche Texte schreiben. Wenn es dir gefallen hat, oder du Fragen hast, hinterlass mir doch ein Kommentar oder eine Nachricht auf Instagram.

 

(Nur) Ein Stück Tuch

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Zurzeit bin ich öfter mit einem Kopftuch auf meinen Bildern zu sehen. Viele finden es schön, viele finden es nicht schön & viele sind verwirrt, da sie nicht wissen was ich jetzt vorhabe. Das ist auch gut so. Ich wär schockiert wenn alle es zu 100 Prozent gutheißen würden, was ich da mache. Ich habe mir gedacht ich gebe in einem Blogeintrag die Erklärung dazu ab, um Klarheit zu schaffen.

Ich habe es bereits des öfteren erwähnt, aber für alle die neu auf meinem Blog sind: Ich bin vor einigen Jahren zum Islam konvertiert und bin seit dem eine glückliche Muslimin. Seidtdem hat sich vieles in meinem Leben verändert & auch ich habe mich verändert. Meine Religion hat mir persönlich in meiner Entwicklungsphase geholfen. Ich kann mit Überzeugung sagen, dass ich sie so gut es geht auslebe. Niemand ist perfekt, so bin auch ich es nicht. Aber wir streben alle danach besser zu werden und uns zu verbessern.

Nicht nur der Islam sondern auch meine Freunde & Familie haben viel zu meiner Persönlichkeit beigetragen. Vor ein paar Monaten habe ich social Media für mich entdeckt. Und mit meinen Blogeinträgen und Posts auf Instagram lerne ich immer mehr zu mir zu stehen und mich nicht dafür zu schämen wer ich bin. Ich weiss, dass es dazu Meinungsverschiedenheiten gibt und das nicht von jedem gutgeheißen wird. Doch ich spreche hier von meinen persönlichen Erfahrungen und bitte darum es zu akzeptieren. Ich verlange nicht, dass es verstanden wird. Lediglich eine Akzeptanz für meinen eigenen Prozess erwarte ich mir.

Doch kommen wir jetzt zum eigentlichen Thema: das Tuch, dass seit kurzem auf meinem Feed auftaucht. Naja ganz überraschend kam es ja nicht, da viele bereits meinen Lifestyle kennen und wussten, dass dieser Tag kommen würde. Jedoch habe ich trotzdem viele Nachrichten dazu erhalten. Über die Nachrichten war ich sehr erfreut. Ich habe Nachrichten von Personen erhalten, von denen ich mir das niemals erwartet hätte und das hat mir eine große Freude bereitet. Viele haben verstanden was ich damit bezwecken will. Ich möchte mich darauf vorbereiten und möchte eine gewisse Normalität schaffen. Ich möchte mich und auch meine Mitmenschen darauf vorbereiten. In letzter Zeit spielt das Kopftuch eine große Rolle in meinem Leben. Ich trage den Wunsch es zu tragen schon eine lange Zeit in mir, es eines Tages tragen zu können.

Wie sehr ich es mir wünsche, wird durch ein Tagebucheintrag deutlich klar den ich vor einem Jahr geschrieben habe & den ich gerne jetzt teilen würde.

„Jeden Abend sehne ich mich danach frei zu sein. Frei sein hat für jeden eine andere Bedeutung. Doch für mich Bedeutet es das lieben zu dürfen, was ich will und das leben zu dürfen so wie ich es möchte & Mich so zu kleiden wie ich es will. Ja vielleicht kann ich all das auch, aber frei sein bedeutet, dass die Menschen dich so leben lassen wie du willst. D.h dich nicht verurteilen, kritisieren oder dich in eine Box stecken und ein Label drauf setzen.

Zurzeit guck ich mich im Spiegel an und ich fühle mich nicht wohl mit meinen engen und kurzen Klamotten. Ich will nicht dass man mich so sieht. Mir ist aufgefallen, egal wo ich bin Zug, Bus oder auf der Straße Blicke treffen mich. Verurteilende, neidische, kritisierende, neugierige & Notgeile Blicke. Alles Blicke die man auf sich zieht, wenn man draußen ist. Ganz gleich was man anhat muss ich hinzufügen.

Das Tiefste Geheimnis meines Herzen ist es Hijab zu tragen. Doch zu groß ist meine Angst mein Leben derart zu ändern. Niemand in meinem Umfeld wird es verstehen. Ich möchte nicht alleine gelassen werden von Freunden & Familie. Ya Allah ich vertraue dir und bitte dich mir zu helfen. Mach es mir einfach damit umgehen zu können. Gib mir die Kraft das durchzuziehen.“

Das habe ich vor einem Jahr in mein Buch geschrieben. Damals mit dem gewissen, dass das nie jemand erfahren wird. Doch was ist in dem Jahr passiert. Ich teile mein tiefstes Geheimnis auf meinem Blog. Jeder kann es lesen. Ich kann verurteilt werden, kritisiert werden, beleidigt werden oder ausgelacht werden. Doch das ist mir gleichgültig. Meine Gebete wurden erhört und ich kann zu mir stehen. Ich hatte Angst vor der Reaktion meiner Freunde, Allah hat mir die Menschen aus meinem Leben genommen, vor deren Reaktion ich mich gefürchtet habe. Die wahren Freunde sind bis heute bei mir geblieben alhamdulillah( Allah sei Dank). Er hat mir neue Freunde Geschenkt die mich so lieben wie ich bin, & er hat mir gezeigt, dass nicht alle negativ reagieren werden. Allah hat mir geholfen damit umzugehen zu mir zu stehen. Als ich vor ein paar Tagen auf diesen Tagebucheintrag gestoßen bin, kamen mir die Tränen. Ein Jahr ist es her & es war schon längst vergessen um was ich Allah gebeten habe. Ich habe alles als selbstverständlich gesehen. Als ich dann vor ein paar Tagen die Empfehlung bekam mir die Doku ‚The Secret‘ anzusehen, traf mich das so hart weil mir klar wurde, dass alles der Wahrheit entspricht. Ob wir jetzt an Gott glauben oder an das Schicksal oder Karma, was wir uns von tiefstem Herzen wünschen wird eintreten. Wir müssen nur oft genug darum bitten und nicht die Hoffnung verlieren. Ich kann wirklich jedem ans ❥ legen sich diese Doku reinzuziehen, Du wirst alles mit komplett anderen Augen sehen.

Nun zu der Frage die sich viele gestellt haben: Will ich das Kopftuch temporär tragen. – JA, ich möchte es tragen, doch nur Allah weiss wann der Tag kommen wird. Ich wünsche mir, dass es so schnell wie möglich passieren wird, jedoch muss ich einiges noch klären (Familie, Job etc.).

Was ist also das Kopftuch für mich? Viele Jahre war es eine Symbolik der Nachteile für mich, doch je mehr ich mich mit meiner Religion befasst habe und sie auch so gelebt habe, desto mehr hat sich meine Einstellung geändert. Ich bewundere jedes Mädchen und jede Frau, die sich entschlossen haben das Kopftuch zu tragen. Da ich meine Religion schon lange ohne Kopfbedeckung lebe, weiss ich nun, dass es kein Zeichen ist, ob jemand religiös ist. Man kann auch ohne Hijab religiös sein. Für mich ist es ein Zusatz in meinem Glauben. Das Kopftuch ist für mich ein Recht und keine Bürde. Manche sehen das Kopftuch als Unterdrückung der Frau. Doch ich sehe es als Freiheit, nich mehr als Sexualobjekt der Begierde betrachtet zu werden oder nach dem Aussehen oder meiner Körperform beurteilt zu werden, sondern nach meinem Geist und Verstand. Ich möchte befreit werden von der Notwendigkeit, unrealistische Stereotypen und Bildern zu entsprechen, die von Medien vorgegeben werden. Die Aura der Privatsphäre, die durch das Bedecken geschaffen wird, ist für mich ein Zeichen für den großen Wert, dass der Islam mir und anderen Frauen gibt.

Ich wünsche Jedem einzelnen von euch, das Glück zu finden welches er verdient & wünsche mir, dass es mehr Menschen von euch gibt. Ihr seid toll, ob ihr mich nun judged oder nicht, ich wünsche euch noch einen schönen Tag meine lieben.

Neues Kapitel: Innsbruck

Diary

Wie viele vielleicht schon mitbekommen haben, werden ich und mein Mann im späten Sommer nach Innsbruck ziehen. Und mit unserem neuen Wohnort beginnt ein neues Kapitel in unserem Leben. Ich möchte diesen neuen Lebensabschnitt dafür nützen um in vielen Dingen einen Neustart zu wagen und denn resetbutton drücken. Kenn ihr das, wenn ihr mit etwas neuem beginnen wollt, dass ihr es immer aufschieben müsst? Entweder auf den nächsten Tag oder Auf den nächsten Wochenstart oder ab dem neuen Jahr. Meine Ziele und wünsche werde ich auf diesen Tag festlegen und dann damit anfangen. Es kann gut möglich sein, dass nicht alles nach plan laufen wird, denn das tut es selten, aber ich kann mir mühe geben mich an diese Dinge zu halten, die ich mir vornehmen werde.

So was ist es denn überhaupt, was ich ändern möchte ?

Was mir sehr am Herzen liegt ist meine Umwelt. In letzter Zeit habe ich mich viel damit beschäftigt, wie kann ich auf meine Umfeld achten und mit kleinen Dingen etwas bewirken und beisteuern. Ich habe mich informiert über schädliche Produkte und habe mich mit dem Thema Plastik auseinander gesetzt. Ich habe versucht in meinem jetzigen Haushalt mit meinem Papa und meiner Schwester vieles davon umzusetzen. Doch das ist leichter gesagt als getan, da sich Plastik leider heute fast überall finden lässt. Wenn du zusätzlich noch die einzige Person zu Hause bist die Wert darauf legt, kann es etwas schwierig werden. In meinem neuen Haushalt möchte definitiv darauf achten sowenig mit Plastik wie nur möglich zu kaufen. Wenn ich da mal zu den Profis gehöre möchte ich meine Tipps gerne mit euch teilen.

Als 2. Möchte ich mehr auf Fleisch verzichten. Auch mit dem Thema Fleischkonsum hab ich mich in letzter Zeit ebenso beschäftigt und hab mir da eine sehr inspirierende, motivierende aber auch traurige Dokumentation mit dem Titel ‚what the health‘ angesehen. Diese doku ist auf Netflix und ich kann sie wirklich jedem ans Herz legen sich das anzusehen. Ich sage nicht, dass ich eine Vegetarierin sein möchte sondern einfach etwas reduzieren. Bei mir zu Hause esse ich gar kein Fleisch mehr in letzter Zeit. Wahrscheinlich sitzt der Schock dieser Doku noch zu tief um etwas Fleisch zu kosten. Mein Schatz und ich haben da zum Glück die gleiche Ansicht in letzter Zeit. Wir holen uns für den Sport die Proteine gerne auch von pflanzlichen Quellen. Nicht nur dass es ungesund ist und umweltschädlich ist es auch noch ein teures Gut. Wenn man wirklich gutes Bio-Helal Fleisch kaufen möchte muss man etwas mehr investieren. Da wir beide Studenten sein werden, werden wir darauf achten müssen wieviel Geld wir für unsere Wocheneinkäufe ausgeben wenn wir uns noch anderen Luxus leisten möchten.

Des weiteren hab ich mir des öfteren überlegt mit Youtube videos zu starten. Ja bin ich mir Tatsächlich am überlegen 😅, da ich es viel persönlicher finde als ein Blog. Es kommt viel echter rüber und ich Kann spontan Themen ansprechen die mir beim Schreiben eventuell nich einfallen. Ich hab mir auch schon überlegt was ich auf youtube so machen möchte. Ich Möchte auf jeden Fall dass für alle was dabei ist. Ich möchte mich mit religiösen Themen auseinander setzen genauso wie mit normalen Alltagsthemen, und euch da ein bisschen in meine Welt mitnehmen. Ich hab aufjeden Fall schon Ideen gesammelt, weiss aber noch nicht ob ich diese umsetzen werde und es tatsächlich ‚wagen‘ werde. Schreib doch mal in den Kommentaren oder im Instagram dm was du davon halten würdest wenn ich zusätzlich ein ‚Video – Tagebuch‘ führen würde, oder ob dir der Blog reichen würde 🙃

Leben zwischen 2 Welten

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In einem früheren Blogeintrag hab ich veröffentlicht, dass ich zum Islam konvertiert bin. Es ist kein Geheimnis mehr, dass Religion eine große Rolle in meinem Leben spielt. Das ganze in einen Blogeintrag zu packen hat mir seit dem sehr geholfen mich selbst damit auseinander zu setzen und mich nicht zu schämen wer ich bin. Jeden Tag lerne ich mehr und mehr zu mir zu stehen. Ich lerne damit umzugehen, dass gewisse Menschen sich von mir abwenden und mir den Rücken zukehren und ich lerne mit Komplimenten von Fremden umzugehen. Ich habe eine kleine Reichweite aufbauen können und bin dankbar für Freunde, Bekannte & neue Follower die mich auf diesem Weg unterstützen. Ich lerne die kleinen Dinge mehr zu schätzen. Mit meinen Themen möchte ich soviel Menschen wie möglich ansprechen. Ich möchte eine Plattform bieten, die nicht nur eine Facette von mir zeigt sondern alle. Ich möchte zeigen wer ich bin & was mich interessiert & bewegt. Dazu gehört zum einen meine Religion, aber weitaus viel mehr als das. Ich bin eine konvertierte Muslimin, die sich für ihre Religion, andere Religionen, Minimalismus, Umwelt, Politik aber auch für Mode, Style, Dekoration uvm. interessiert. Ich beschäftige mich mit Themen wie Selbstliebe, Charaktereigenschaften verbessern, wie werd ich ein guter Mensch, Hass, Depressionen & Psychologie. Diese Themen verknüpfe ich auf einer Art & Weise mit meiner Religion. Ich kann so ziemlich jedes Thema mit meiner Religion in Verbindung bringen. Doch nur weil ich es mache, bedeutet es nicht, dass alle Leser, das so auffassen. Jeder Mensch hat eine eigene Auffassung von Geschichten & meinen Beiträgen. Das ist mir aufgefallen, weil mir total verschiedene Profile und Menschen darauf geschrieben haben. Meine Leser sind alle total unterschiedliche Individuen, doch eines haben wir alle gemeinsam. Wir sind alle weltoffen, tolerant & interessiert an neuen Dingen. Jedes mal, wenn ich eine Nachricht erhalte, egal ob es von Freunden oder Fremden Follower ist, freu ich mich & bin dankbar zu sehen, dass es noch soviel Menschen gibt die gut sind und es verstanden haben. In einer Welt voller Fremdenhass und Rassismus ist es so wichtig, sich gegenseitig zu stärken und unterstützen, selbst so kleine Taten, wie eine Nachricht bedeuten heutzutage soviel. Wir sind alle Menschen egal wer wir sind, von wo wir sind, was wir tragen & auch nicht tragen, welcher Religion wir angehören oder auch nicht angehören und welche Sexualität man hat. Es heisst nicht, dass du alles gut finden musst. Du musst es nicht akzeptieren, aber tolerieren. Jeder Mensch hat Toleranz verdient.

Menschen die eine Entscheidung für sich treffen wie Religion, Sexualität oder sonstiges, leben zwischen 2 Welten. Sie leben in der eigenen Welt & in der Welt der Mitmenschen. Sie wollen so sein wie sie möchten, doch achten ständig auf die anderen. Ich lebe zwischen 2 Welten. In meinem Zimmer, kann ich die sein die ich möchte. Ich bete zu meinem Gott, lese den Quran, trage ein Kopftuch. Doch verlasse ich mein Zimmer, passe ich mich meiner Familie an. Geh raus und pass ich mich meinem Umfeld an. Am Abend besuch ich die Moschee und bin wieder in der anderen Welt. Früher hab ich mich immer gefragt, was würden wohl meine Freunde denken? Was wird meine Familie sagen? Was sie wohl über mich hinter meinem Rücken sagen werden? Mit diesen Fragen, hab ich in 2 verschiedenen Welten gelebt. Ich habe diese Phase überstanden und ich lege keinen Wert mehr, darauf wenn mich jemand mit Kopftuch in die Moschee laufen sieht oder was für Bilder ich auf Instagram poste. Ich bin noch nicht ganz zufrieden mit mir aber ich bewege mich in die richtige Richtung. Aber wieviele gibt es, die nicht mal ansatzweise so weit sind. Menschen die es gerade erst herausgefunden haben wer sie sind? Menschen, die nicht wissen mit wem sie reden sollen, weil sie Angst haben, wie ich damals nicht verstanden zu werden. Menschen die sich gerade getraut haben sich zu Verändern? Wir sollten ihnen gegenüber Toleranz zeigen. Egal ob Fremde auf der Straße, im Bus oder Freunde & Familie in deinem Umfeld. Selbst wenn alle gegen sie/ihn sein sollten, steh auf und zeig Toleranz. Sie/wir leben zwischen 2 Welten, versucht euch zu lieben und akzeptieren wie ihr seid, und macht euch diese Welt nicht unnötig schwer, wenn es doch so leicht sein kann.

„Sei stolz auf dich. Denn keiner außer dir weiss, wie viele Tränen, Mut, Kraft und Vertrauen es gekostet hat, dort zu sein, wo du heute bist.“